The Beethoven Experience


Mit geschenkten Eintrittskarten vom Checkpoint-Werbepartner-Konzertbüro durften wir gestern mal wieder in den wunderbaren Kammermusiksaal. Los geht’s mit vier Sätze Londoner Symphonie von Haydn. Danach erklärt uns der Experte am Dirigentenpult schonmal vor der Pause den strukturellen Aufbau des folgenden Tripelkonzerts, dem Highlight des Abends. Und als krönenden Abschluss gibt es dann noch die Egmont Ouvertüre zu hören. Ick sachma: Nachhilfestunde Klassik fürs gelangweilte Bildungsbürgerthum.

Früher war hier mehr los

Für Nostalgiker des alten Westberlin soll für heute abend auf zwei Veranstaltungen hingewiesen werden. Zum einen öffnet das K.O.B. wieder mal seine Türe, diesmal als Kino und „Liebe Freunde, heute für euch im Rockpalast“ Albrecht Metzger legt auf. Und zum anderen „What For“ zelebriert der 80er Beatuntergrund für den guten Mike Korbik im Quasi das dreiunddreißigste Schallplattenfirmenjubiläum.

Und wie immer, wenn man auf mehreren Parties gleichzeitig tanzen könnte, ist wahrscheinlich das Sofa zuhause die letztendliche Wahl.

Salvator Mundi

Von wegen übermalt, und jetzt restauriert – ich denke eher, die Version in schwarzweiß ist die originale und wurde jetzt für 450 Millionen Dollar ein bisschen aufgepeppt. Ein Blick in die Kristallkugel hilft da ganz sicher weiter. Und ob das Ding och wirklich von olle Leonard da Quirm oder sonst irgendwem ist, lassen wir mal dahingestellt. Wobei Mona Ogg von selbigem ja schon genauso dusslig aus dem Rahmen kiekt.

Checkpoint

H.P. Daniels liest, singt und trinkt am Sonntagabend um 18 Uhr im Leuchtturm in Schöneberg (Crellestraße 41). Er schrieb nicht nur im Tagesspiegel über die Koryphäen des Rock- und Pop-Business, er spielte selbst über zehn Jahre in der Berliner Rockband The Escalatorz. Einer Hörprobe können Sie sich gewiss sein, darüber hinaus präsentiert Daniels das Skript seines Buches Niemands Weg, das mit einer Geschichte rund um die Studierendenproteste in den 68ern den idealistischen Spirit der Zeit einfängt. U-Bhf Kleistpark, Eintritt: 7 Euro

2Pac ist kein Scheiß

Acht Monate dauerte es, bis Ole Bergener aus dem alten U-Boot Bunker auftauchte, nachdem schon ein Finger seiner Leiche im Auto gefunden wurde. Die Firma des Opfers hieß Cebo. Die wiederauferstandene Inline Skaterin Maria Voss stößt sich Nägel in die Hand, und wenn sie nicht gerade im Container vor dem Selfie-Spiegel sitzt und Motivationskurse online streamt, wohnt sie im Gästehaus der Bellheims und holt Apotheker Carl dafür ab und zu einen runter. Der hat mit ihr die re-importierten Pillen aus der dritten Welt verhökert, während es anscheinend mit Ole Bergener nicht so super lief. Verblutet an einem Stich in die Leber und Frau Bergener lässt sich in Reiterstellung von Peter Kappeler trösten. Derweil boxen Linda Selb und Stedefreund erst mal eine Runde, bevor sie es auf der Matratze unromantisch miteinander treiben. Maria Voss bereitet eine Dosen-Consommé für ihren Mann, nur Tochter Lotte ahnt von dem ganzen Betrug.

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nina simone