Her

Spike Jonze hat mal wieder ein längeres Musikvideo gedreht und zum Glück ist unser Kino nicht so weit weg. Natürlich OMU, denn wenn Scarlett schon nicht zu sehen ist, so wollen wir doch wenigstens ihre Stimme hören. Auch wenn nicht wirklich viel passiert, ist der Film doch ganz schön. Ein bisschen Lost in Translation, nur diesmal zuhause LA. Und am Schluss wird es auch noch richtig philosophisch. Zeit für ein Betriebssystem Software-Update

MINI MEANS MAXI

Das Ukulelenorchester des vereinigten Königreichs (nicht zu verwechseln mit dem Ukulelenorchester aus Großbritannien) gastiert im Kammermusiksaal, und dank UKEBOOGIE Pockets stehen wir mit auf der Gästeliste.

Los geht’s mit Bizet: Toreador Song, hier und da ein bisschen Chick Corea Spain  (Paco de Lucía hat es auch mal so ähnlich interpretiert) und irgendwo Down Under  John Farnham’s „You’re the Voice“.

In der Pause gibt es die CD mitsamt Pamphlet für schlappe 100 10 € zu kaufen.

Zwischendurch wird zwar ein bisschen übertrieben herumgealbert, musikalisch sind die Stücke aber ganz gut arrangiert. Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Show eigentlich gar nicht so schlecht.

Grand Budapest Hotel

Nach The Darjeeling Limited und Moonrise Kingdom der neue Wes Anderson.

In Lutz bzw. Görlitz liest eine Frau aus einem Buch. Ein Schriftsteller unterhält sich darin mit Mustafa, der die Geschichte seines Hotels erzählt. M. Gustave war quasi Miss Daisy ihr Chauffeur und erbt nun nachdem diese vergiftet wurde, den Jungen mit Apfel (nicht von Egon Schiele, sondern Johannes van Hoytl). Dmitri Desgoffe-und-Taxis will aber auch das Bild und hetzt seinen bolschewistischen Schergen nicht nur dem Notar hinterher, sondern auch bis die schwarze Piste runter auf H. und Zéro. Am Schluss wird aber alles noch gut bzw. sterben leider einige an der preußischen Grippe.

Absoluter Lieblingsfilm.

K.Lubnacht

Es ist Sonnabend und Dariusz’ Kapelle spielt in Friedrichshain. Und weil wir sowieso schon auf der Gästeliste stehen, Finger aus dem Arsch gezogen und hingedüst mit der Ringcenterbahn. Gerade noch rechtzeitig, um Orphaned Rood zu sehen. Die machen generationsübergreifenden Metal mit leichten Punk Einschlag, nicht schlecht! Danach erstmal ein Berliner in der hinteren Bar, während die zweite Band Ostrockt (Frag Frank). Als Haupt-Act am Schluss dann Engelhart macht Stengel hart. Solider Groove, Gitarrengegniedel und deutsche Texte. Hard Rock eben. Gegen Mitternacht wieder zuhause.

Pizza und Champagner, Kaviar und Bier

Mister Pink ist genau zwischen 20 und 21 Uhr erschossen worden. Vorher gab es noch ‘ne Party mit verwehrten Handschellen-Sex, doch jetzt trinkt die Putzfrau den restlichen Sekt aus. Klara Fall für Hauptkommissarin Gérard Depardieu Blum. Während Julia russisch-roulette-posttraumatisch bedingt kaum weiterhilft, ihr Vater (Streifenbulle) Noble äußerst unwirsch den Hauptverdächtigen mimt, Daniel die Disko rockt und Nadine mit der Fleckenschere hantiert, muss Möchtegernhedgefondsmanager Marcus als nächster mit 1/6 Wahrscheinlichkeit dran glauben.
Alisa aus Bosnien hat natürlich den Tot ihres Bruders Boris gerächt. Dramaturgisch und drehbuchtechnisch nichts Neues eigentlich, aber trotzdem ganz unterhaltsam, der Tatort gestern.

Kugelkopfkeulen und Mokassins

irokese

Vorletzter Tag der Haudenosaunee-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Nach dem Anstehen erster Stock, Nordamerikanische Geschichte. Völkerkundemuseum Kramladen, Tomahawk-Pfeifen und Glasperlen. Spärliche Dokumentation, am interessantesten kommt noch der Touristen Nippes von die Niagarafälle. Vielleicht war es auch einfach zu voll. Und das Langhaus ist sowieso in Bonn geblieben.

Foto: Eigenes Werk (eigentlich verboten)

Blues for Muddy

bourelly

Unter dem Motto „The Blues Wakadolo“ gestern Bourelly Wah im Hof. Zusammen mit Regis Molina am Bariton Sax, Marlon Browne an den Drums und den Bassisten Vulkan T (erster Set) bzw. Daryl Taylor (zweiter Set).

Jazz der hypnotisch-repetitiven Art – Are You Experienced? Tightes Zusammenspiel auf Vierquadratmeterbühne, und selbst das Gitarrenkabel des Meisters hält alle Strapazen durch.

Ein Konzert-Highlight kurz vor Schluss des Jahres, und dazu gleich hier um die Ecke.

(Dieser Artikel ist ein Update zu diversen anderen Beiträgen hier)

Fahndungsaufruf

Ich stelle es hier mal so rein, das Kasperletheater.

H.B. (cc, Name der Redaktion bekannt) ist eines seiner Lastenräder gestohlen worden.

Hier eine Abbildung:
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(Gestohlen wurde es ohne den Puppentheateraufbau.)

Wenn Ihr ein solches Lastenrad seht, meldet Euch bitte bei … (1)
Er hat mehrere solcher Räder, so dass er vor Ort prüfen muss, ob es ein verliehenes oder das gestohlene Rad ist.

(1) aus Datenschutzgründen: hier im Kommentarbereich, ich leite es ggf. weiter, sollte es der Wiederfindung dienlich sein.

Pascha, der grausame Täter

Meinetwegen kann auch SPON den Tatort von gestern kritisch zerreißen, ich jedenfalls mag die Märchen-Krimis mit Ulrich Tukur. Weil es eigentlich gar kein Tatort in dem Sinne war. Einfach nur theatralische Kunst vom Feinsten. Danke dir, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, für ein bisschen intelligente Unterhaltung mal wieder zur Abwechslung.

Symbolbild (©Jochen)

Meinung: Ben