updated Okt. 2001

Pflanze des Monats / Plant Of The Month 2000


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Herbstfärbende GehölzeNeu 01.10.2001



Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Pflanze des Monats Januar
Nothofagus antarctica (G. Forst.) Oerst;
Fagáceae
Südbuche, Scheinbuche, Pfennigbuche.

Herkunft: S-Amerika; Feuerland bis Chile.
Wuchs: Strauchig bleibender, in seiner Heimat Südchile bis 30 m
hoher Baum. Meist mehrstämmiger, bis 6 m hoher Baum
mit reicher, hübscher Verzweigung.
Zweige: Zweige sympodial wachsend mit zerstreuten, annähernd
zweizeilig angeordneten Blattnarben, lichtseits kaffeebraun,
schattenseits olivbraun mit auffallend weißen, großen, anfangs längs,
später quer gestellten Lenticellen. junge Zweige kurz behaart, später
matt glänzend, oft von abgehobener Epidermis weißgrau getönt.
Rinde/Triebe: in der Jugend schwarze Rinde mit bandförmigen, weißen Lentizellen.
Laub: Sommergrün; sitzend, klein, mit gekraustem Rand, frischgrün, im
Herbst goldgelb.
Blattnarben: Blattnarben klein, mit einer Blattspur. Nebenblattnarben
kommaförmig.
Blüte: unscheinbar.
Boden: Leichte mittelschwere, genügend feuchte Böden und volle Sonne.
Verwendung: Sehr schönes, bizarres Gehölz für Einzelstellung, auch in kleinen
Gärten und für große Gartenkübel.
Hinweis: Hart und industriefest.
Literatur/Quelle: Eschrich, BdB.

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Pflanze des Monats Februar
Viburnum pragense (Vik) #
Schneeball

Caprifoliáceae
Herkunft: (V. rhytidophyllum X V. utile).
Wuchs: Immergrüner Strauch, etwa 2,5 m hoch, Triebe ziemlich dünn, abstehend und etwas überhängend.
Laub: Blätter elliptisch eiförmig, dünn, 5-10 cm lang, oben glänzend grün und runzelig, unten dicht sternfilzig
Blüte: Blütenstände etwas kleiner als bei V. rhytidophyllum, fertil. Um 1955 in der Stadtgärtnerei Prag erzielt und sehr winterhart. # fi Taf. 157.

Aus: Krüssman Handbuch der Laubgehölze.

Die nächsten Monate werden fortlaufend aktualisiert und korrigiert. Hier erst mal die reine Textfassung:

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Pflanze des Monats März
Sorbus aria
Mehlbeere, Mehlbirne, Silberbaum, Weißbaum, Weißlaub, Whitebeam, Sorvice (engl.), Alisier Blanc, Alonchier (franz.), Farinaccio (ital.); Rosáceae; (L.) Crantz. ; Laub
Herkunft: Europa, in den Bergen fast nur auf Kalk. Seit alters in Kultur.
Wuchs: Baum oder baumartiger Strauch, oft vielstämmig, 6—12 m hoch, Krone breit kegelförmig, Zweige anfangs graufilzig, ebenso die Winterknospen, später olivbraun.
Zweige: Zweige sympodial wachsend mit zerstreuten Blattnarben, lichtseits dunkel rotbraun, bei manchen Formen stellenweise weißlich bereift, schattenseits olivbraun, später kaffeebraun und glänzend. Lenticellen weiß, warzig. Trockene Zweige gerieft.
Laub: Blätter elliptisch eiförmig, 8—12 cm lang, derb, oben sattgrün, unten dicht weißfilzig (!), mit 10—14 Nervenpaaren.
Blattnarben: Blattnarben flach dreieckig auf Kissen, deutlich abgesetzte Nebenblattnarben fehlen.
Blütemonat: Mai
Blüte: Blüten etwa 1,5 cm breit, weiß, in bis 5 cm breiten, verzweigten Doldentrauben, Mai, Kelchblätter lanzettlich, Griffel 2. Zuckerkonzentration Im Nektar k.A.; k.A. kg Honig/ha; Nektar=2; Pollen=2.
Früchte: Früchte eirundlich, orange bis rot, mehlig, 10—12 mm dick.
Verwendung: Forstlich genutzt in Tirol.
Hinweis: HM t 174; CF 2: 636; HF 2539.
Synonym: Aria nivea Host, Azarolus aria Borkh., Crataegus aria L., Hahnia aria Erhh., Pyrus aria Erhh., Pyrus eu-aria Syme, Pyrenia aria Clairville, Mespilus aria Scop.; .
Literatur: Eschrich, KHL.

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Pflanze des Monats April
Phlox douglasii
Phlox douglasii 'Crackerjack'
¢ Phlox Teppich-Phlox; Polemoniáceae; ; Staude
Herkunft: Cultivar
Wuchs: leuchtend karminrote Blüten, feste Polster, # A
Blüte: V-VII
Hinweis: Hauptgruppe:
4 Steingartenpflanzen, die auch der Pflege halber an den Stein gebunden sind, für Mauerwerk, Fugen, kies- und geröllreiche mattenähnliche Flächen. Zum Teil in Verbindung mit Stufen und Plattenbelägen.
Spezielle Gruppe:
1 Wüchsige, meist polsterbildende Arten und Kulturformen für Mauern und Steinfugen in voller Sonne.
Empfehlungen:
0 Keine Angaben
Wuchseigenschaften:
4 Nicht oder kaum Wuchernde. ± gesellig zu pflanzen.
Literatur: Hagemann.

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Pflanze des Monats Mai
Japanische Azaleen
Rhododendron x obtusum
§ Japanische Azalee; Ericáceae; ; Topfpflanze
Herkunft: Zuchtform R. kaempferi x R. kiusianum, Wildformen aus Japan
Wuchs: Zierstrauch mit aufrechtem bis breitverzweigtem Wuchs, halbimmergrün mit elliptischen, dunkelgrünen, relativ kleinen Blättern. Endständig biiden sich im Herbst runde Knospen, die je 2 bis 5 Blüten hervorbringen. Blüte im Mai bis Juni, angetrieben ab März in Rosa, Rot, Violett und Weiss.
Boden: Moorbeet mit Torf, Lauberde und unten guter Drainage, pH-Wert: 4.5 bis 6.0.
Hinweis: Ericaceae.
Pflege: Azaleen nie austrocknen lassen, trockene Wurzelballen in Wasserbad stellen. Vorübergehend in der Wohnung kühl stellen.;
Vermehrung: Kopfstecklinge.
Syn.: Azalee obtusa; .
Literatur: Bürki & Fuchs.

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Juni Rosen & Co.
ROSE; Rosáceae; L.; Laub
Wuchs: Sommergrüne, seltener immergrüne, aufrechte oder kletternde Sträucher, Triebe meist mehr oder weniger stachelig und borstig.
Laub: Blätter weiselständig, unpaarig gefiedert, selten einfach, mit Nebenblättern.
Blüte: Blüten einzeln oder in Doldenrispen an den Enden kurzer Seitenzweige; Sepalen und Petalen 5, seltener 4; Staubblätter zahlreich, Stempel zahlreich, letztere in einem meist urnenförmigen Behälter (Blütenachse) eingeschlossen, der bei der Reife fleischig und beerenartig wird (Hagebutte) und einige bis viele einsamige, hartschalige Früchtien enthält; x = 7.—
Über 100 Arten (nach Auffassung mancher Autoren bis 200!) in den gemäßigten und subtropischen Gebieten der nördlichen Halbkugel; in Europa, in N-Amerika bis N-Mexiko, in Afrika bis ißithiopien, in Asien bis zum Himalaja und den Philippinen. Die Arten dieser Gattung sind sehr variabel und hybridisieren leicht; das macht ihre Abgrenzung, über die die Meinungen der einzelnen Botaniker oft weit auseinandergehen, sehr schwierig. Über die sogenannten „Gartenrosen" kann hier nur andeutungsweise berichtet werden, da ihre Zahl schon jetzt rund 12000 beträgt und alljährlich Hunderte hinzukommen. Außerdem gibt es sehr viele Spezialwerke über die Gartenrosen, in denen darüber nachgeschlagen werden kann. Auch die Kataloge der großen Rosenschulen können hierbei zu Rate gezogen werden. Von einem Bestimmungsschlüssel muß auch hier wiederum abgesehen werden, da dieser unverhältnismäßis: viel Raum erfordert, ohne jedoch den Ansprüchen zu genügen. Statt dessen wird hier eine systematische Übersicht über die Gattung mit den behandelten Arten und Hybriden gegeben. Rosen - Neuheiten. Das Internationale Rosen- Register wird von der American Rose Society, International Registration Authority for Roses, P.O.B. 30000, Shreveport, Louisiana 711;0, USA, geführt, dem eine ganze Reihe nationaler Registerstellen angeschlossen sind, für Deutschland ist dies die Rosen- Registerstelle im Deutschen Rosarium in Dortmund, wo bis heute rund 1700 deutsche Rosensorten registriert worden sind.

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Juli Sedum telephium 'Matrona'
Sedum telephium 'Matrona'
¢; Crassuláceae; ; Staude
Wuchs: starke, hellrosa Blütenteller, rotbraune B., X
Hinweis: Hauptgruppe:
3 Offene, warme sonnige Plätze bevorzugende Stauden, zum Beispiel an vollbesonnten Hängen und Terrassen mit ± nährstoffreichen Böden.
Spezielle Gruppe:
2 Sonne- und wärmeliebende mit dem Charakter von Beetstauden (siehe 6.), mit denen sie sich auch vergemeinschaften lassen.
Empfehlungen:
6 Auch in Verbindung mit Steingartenstauden (4.2.) zu verwenden.
Wuchseigenschaften:
5 Stattliche, zumeist horstige, auch für den Einzelstand .
Pflege:;
Literatur: Hagemann.

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August Hydrangea macrophylla
Hydrangea macrophylla
; Saxifragáceae; (Thunb.) Ser. ; Laub
Wuchs: Strauch, 1—3 m, junge Triebe und Blütenstände kahl oder mit abstehenden Haaren.
Laub: Blätter eiförmig, breit eiförmig bis etwas obovat, dünn bis fleischig, 5,5 bis 19 cm lang, 3—13 cm breit, grob gesägt, Stiel 1—4 cm lang; Blütenstand eine flache Doldenrispe, 10—20 cm breit, Juni—Juli, fruchtbare Blüten weiß, Fruchtknoten zur Blütezeit unterständig, zur Fruchtzeit mittelständig (!!), unfruchtbare Blüten weiß oder blau, Sepalen petaloid, 1—3 cm breit, ganzrandig oder gesägt. HKS 50; YWP 2: 43. Himalaja, S-China, Japan. Taf. 54. Hierzu gehören die folgenden Subspecies, die wichtigsten Gartenformen, einschließlich der sogenannten „Hortensien" der Topfpflanzengärtnereien, siehe anschließend.

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September Vitis
Weinrebe, Weinstock, Rebe; Vitáceae; L.; Laub
Herkunft: Allgemeines - Geschichtliches: Die Herkunft des europäischen Weinstocks wird mit Armenien angegeben. Bekannt ist, daß bereits in der Bronzezeit die wertvollen Kulturen in Palästina, Ägypten, Syrien bestanden haben. Die Römer haben die Weinrebe bis an die nördlichen Grenzen von Europa angesiedelt. Nicht nur am Rhein, auch an der Donau an den Hängen von Ratisbona (Regensburg) war Wein angepflanzt.
Wuchs: Pflanzschnitt - Schnittpflege: Der Pflanzschnitt beschränkt sich auf eventuell kranke Wurzelteile, den Trieb selbst nicht zurückschneiden. 1. Jahr (Pflanzjahr): Einen Trieb hochwachsen lassen und fortiaufend anbinden. Überzählige Triebe entfernen. 2. Jahr: Den nun verholzten Trieb in ca 40-60 cm Höhe waagrecht abbiegen und am Spalier formieren (z. B. U-Form) und festbinden. Die waagrechten Leittriebe auf 3-5 Augen zurückschneiden. Die daraus hervorgehenden Triebe hochwachsen lassen und fortiaufend anbinden. Die Austriebe des Stämmchens entfernen. 3. und spätere Jahre: Zwei der dem Stämmchen am nächsten stehende, gut verholzte Triebe auf 6-8 Augen (bei sehr starkem Wuchs auch mehr) einkürzen und nach beiden Seiten waagrecht abbiegen und festbinden . Wichtig: Der Weinstock trägt nur an den 1 jährigen gut verholzten Trieben. Der Ertrag setzt spätestens im 3. Jahr ein. Läßt man den Weinstock zu weit hinauswachsen, erschöpft er sich bald und die Trauben bleiben klein. Pflanzschnitt im ersten Jahr: Senkrechter Cordon mit Seitenholz und Zapfenschnitt; Waagrechter Cordon; mit waagrechten Leitästen, Frucht (-Rebholz) und Zapfenschnitt; U-Form - zweiarmig mit zwei senkrechten Tragarmen, daran das Rebholz und Zapfenschnitt; U-Form - dreiarmig mit drei senkrechten Tragarmen, daran das Rebholz und Zapfenschnitt. Erziehung ohne Spalier möglich, wie zum Großteil im Weinbau. Im Gegensatz zum Zapfenschnitt: Abnehmen des ganzen abgeernteten Triebbogens. Nur zwei dem Stamm naheliegende Triebe belassen und weiterziehen. Spaliererziehung mit einer Etage und Zapfenschnitt; Spaliererziehung mit mehreren Etagen und Zapfenschnitt. Sommerschnitt: Triebe die sich aus den Blattachseln entwickelt haben, werden entfernt (Geiztriebe). Ausbeeren: im Juni im Gewächshaus, im Juli im Freiland werden die Fruchtstände ausgedünnt (man sagt auch ausgebeert). Man entfernt, wenn erbsengroße Beeren sichtbar sind, schlecht entwickelte und zu dicht sitzende Trauben. Gleichzeitig entfernt man damit Geiztriebe, die sich aus den Blattachseln der Fruchtreben entwickeln. Geize die sich vor der jungen Traube entwickeln, werden bis auf 1 Blatt zurückgenommen.
Blüte: Befruchtungsverhältnisse: Die Urformen und älteren Sorten sind noch zweihäusig, das bedeutet, sie sind selbstunfruchtbar (selbststeril). Es müssen für die Befruchtung andere Sorten als Pollenspender beigepflanzt werden. Die neueren Sorten haben zwittrige Einzelblüten und sind durch Selbstbestäubung selbstfruchtbar (selbstfertil). Sie brauchen keine anderen Sorten als Pollenspender.
Früchte: Ernte: Das Ausbeeren während der Vegetationszeit gewährleistet gute, große Früchte. Zu zahlreiche Trauben bringen keine großen Frochte. Der Erntebeginn darf erst einsetzen, wenn die Früchte gut gereift sind. An der Farbe und mit einer Probe ist der Reifezustand feststellbar. Manche Weinrebensorten bleiben für den Eiswein am Strauch, bis der 1. Frost sie noch geprägt hat. Krankheiten - Schadbild - Bekämpfungsvorschlag: Siehe Tabelle auf Seite 233-247.
Boden: Boden - Klima - Standort: Weinreben lieben nährstoffreichen, warmen, durchlässigen Boden. Sie gedeihen aber noch auf den ärmsten Kies-, Gesteins- und Sandböden. Die verschiedenen Bodenarten verleihen dem Wein seinen Charakter. Nasse Böden sind ungeeignet. Warmes, mildes Klima, begrenzte Niederschlagsmengen, geschützte Lagen, Hänge süd- bis westseitig, Tallagen sind das sogenannte Weinbauklima. Die südseitige Spalierwand und der Innenhof mit seinem Klima sind noch empfehlenswert. Das beste Weinbauklima befindet sich in Südeuropa, Spanien, Frankreich, Italien und den Balkanstaaten. Die deutsch-österreichischen Weinanbaugebiete sind aber durch die hohe Weinqualität ebenso berühmt.
Verwendung: Die Weintraube ist nicht nur eine köstliche Frischfrucht, sondern sie findet vor allem zur Herstellung von Wein, Champagner, Cognac und Likor Verwendung. Als Trockenbeere, in der Konditorei, mit Schokolade und in der Gastronomie ist die Verwendung weltbekannt. Der Nährwert für 100 g Frischfrucht liegt bei 72 Kalorien.
Hinweis: Düngung - Pflege - Pflanzung: Der Nährstoffbedarf der Weinrebe wird durch die Qualität des Bodens zu beurteilen sein. Organischer Dünger ist in den ersten 3 Jahren nach wie vor die beste Versorgung. November bis Dezember Mineraldünger - Volidünger im Frühjahr 150 g pro Pflanze. Kopfdüngung im Sommer in Form einer 2. Volidüngergabe - 150 g pro Pflanze. Es gibt auch speziellen Rebdünger in Säcken aus Düngerbetrieben. Die Freilandflächen müssen durch maschinelle Bearbeitung (PlanetFräse) offen gehalten werden. Einzelspaliere brauchen auch die ersten 3 Jahre offenen Boden. Während des Sommers müssen noch Achseltriebe (Geiztriebe) ausgebrochen werden. Die Weinrebe ist ein Lianengewächs (Klettergewächs). Es kann bis 10 m lange Ranken (Leittriebe) bringen. Als Flachwurzler breitet sich auch das Wurzelsystem 4 m und mehr aus. Die Wuchskraft ist sehr groß. Die Rinde ist glatt, bei alten Trieben rauh und faserig. Im Freilandanbau muß der Reihenabstand mindestens 2 m betragen. Der Pflanzenabstand in der Reihe 2-4 m. Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr März-April. Herbstpflanzung ist auch möglich, solange der Boden frostfrei ist. Das Pflanzloch ist 30X30 cm. Pflanzerde mit Kompost und feuchtem Torf ist ratsam. Die Veredlung muß 10-15 cm über dem Boden stehen. Unmittelbar mit dem Pflanzen im Frohjahr erfolgt der Pflanzschnitt. Alle Triebe werden auf 1 bis 2 Augen zurückgeschnitten. Bei Herbstpflanzung ist der Schnitt erst im Frühjahr nachzuholen. Nach dem Pflanzen wird mit lockerer Erde angehäufelt. Das Abhäufeln erfolgt, wenn die ersten 2-8 Blätter da sind.
Vermehrung: Sorten - Unterlagen - Veredlung - Kulturformen: Die Weinrebengewächse werden in 12 Gattungen eingeteilt und in etwa 700 Arten bezeichnet. Davon sind zwei Untergattungen für die Rebenzucht von Bedeutung: Euvitis und Muscadinia. Die europäische Weinrebe - Vitis vinifera - gilt als Stammform für unsere heutigen Sorten. Bei grünen Sorten enthält die Fruchtschale (Haut) Chlorophyll, bei blauen Sorten Anthocyane. Unterlage: Zum Schutz gegen die Reblausanfälligkeit müssen in Deutschland in Weinbaugebieten (gesetzlich festgelegt) alle europäischen Rebsorten auf der amerikanischen Rebunterlage veredelt sein. Die Wurzeln der Europäerreben sind stark anfällig gegenüber der Reblaus. Die Veredlung erfolgt am Wurzelhals der amerikanischen Wurzelstange (Unterlagsrebe). Die Steckholzvermehrung ist im Gewächshaus üblich.
Direktträgerreben (Hybridenreben): Diese unterscheiden sich von den Edelreben dadurch, daß sie beinahe ohne jegliche Schädlingsbekämpfung auskommen. Sie sind widerstandsfähiger, die Traubenqualität erreicht jedoch nicht diejenige der Edelrebe. Diese Reben lassen sich vorteilhaft zur Bekleidung von Hauswänden, Mauern und Gartenhäuschen verwenden. Die geschützten Lagen werden besser mit Edelreben bepflanzt, während im Freien vorwiegend die Direktträgerreben verwendet werden. (Ihr Anbau ist in Deutschland und Osterreich in Weinbaugebieten verboten.) In der Schweiz werden folgende Sorten angeboten. Blaue Sorten: Triumph von Elsass, Starker und robuster Wuchs. Große Erträge. Mittelgroße, festbeerige Traube mit kleineren, sehr süßen Beeren. Wichtige Sorte für alkoholfreien Traubensaft. Eßreife: September. Seibel Nr. 13053: Starkwachsend, auch für Spaliere im Freien geeignet. Große, lockere Trauben und Beeren, gute blaue Tafelfrucht mit feinem Geschmack. Eßreife: September. Seibel Nr. 5455: Starkwachsend und reichtragend. Eine der besten Spaliersorten. Sehr schöne, große, dichte Traube mit großen, dunkelblauen Beeren. Eßreife: Oktober. Magliasina (Tessiner): Große, lockere Trauben mit sehr großen Beeren, gesund und widerstandsfähig, großes dekoratives Blatt, sehr gut für Pergolen geeignet. Eßreife: September. Muscat bleu (Neuheit): Erste Direktträgerrebe mit Muskatgeschmack. Rebe mit dunkelblauen, großen, lockeren Trauben, großbeerig, gute Resistenz gegen Mehltau. Ausgeprägtes Muskataroma, gibt einen guten Traubensaft, ist auch als Tafeltraube sehr gut geeignet. Eßreife: September. Rote Sorten: Nr. 1616 (hellrot): Guter, starker Wuchs. Große, lockere Traube mit schillerfarbigen, sehr süßen, fein aromatischen, großen Beeren. Eßreife: September. Weiße Sorten: Seyval Nr. 5276: Überaus fruchtbar. Für Rebberg und als Hausrebe geeignet. Große, schone Traube mit mittelgroßen, weißgelben, aromatischen und sehr zuckerhaltigen Beeren. Eine der besten Direktträgersorten für die Tafel, besonders für alkoholfreien Traubensaft geeignet. Eßreife: September. Aurora Nr. 5279: Mittelstark wachsende, robuste Sorte, eine der besten weißen Direktträgerreben, für alle Zwecke geeignet. Mittelfrüh reifend, lockere, große Trauben mit mittelgroßen, süßen Beeren, gute Tafeltraube, sollte einmal gespritzt werden. Eßreife: Anfang September. Excelsior: Mittelstark wachsend, mit gesunder Belaubung. Mittelgroße, süße Beeren, lockere Traube, ertragreiche Sorte. Gut geeignet auch für Traubensaft . Eßreife: Mitte September. Die Kulturformen sind vielseitig. Anbau unter Glas: Dieser Anbau erfolgt vorwiegend in Belgien und Holland als Erwerbsanbau . Es werden blaue und weiße Sorten kultiviert. Die Kulturpflege besteht aus ständiger fachmännischer Betreuung des Bodens durch Düngung, Klimaregulierung, Spalierpflege, Krankheits- und Schädlingsbekämpfung. Blaue bekannte Sorten sind: Frankenthaler: recht groß, dünnschalig, wenig bereift. Black Alicante: dickschalig, stark bereift, breit. Gros Maroc: recht klein, stark bereift, Schale normal. Weiße Sorten: Golden Champion: groß, dünnschalig, gelb. Muskat von Alexandrien: groß, gelbgrün, knackig, herrlicher Muskatgeschmack. Die Freilandsorten sind durch das Institut für Rebenzüchtungen Geisenheim, durch die Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung, Geilweilerhof durch die Landesanstalt in Alzey, durch das Staatl. Weinbauinstitut, Freiburg, durch die Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg und durch die Bayerische Landesanstalt für Weinbau, Veitshöchheim, registriert. Die jetzt vorhandenen Sorten sind Züchtungsergebnisse aller Weinbauländer. Die Sortenangebote sind derzeit wie folgt nachgewiesen: Weiße Rebsorten: 60, einschließlich Versuchsanbau. Rote Rebsorten: 25, einschließlich Versuchsanbau.; ssp. caucásica Vavilow; ssp. sylvestris Berger; ssp. vinifera;

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Oktober Fagus sylvatica
Rotbuche, Buche; Fagáceae; L.;
Herkunft: Mitteleuropa bis Kaukasus. Seit alters in Kultur und wichtiger Forstbaum in D, B, A, C:S, YU, NL, DK. Hierzu zahlreiche Spielarten.
Wuchs: Stattlicher, großer, bis 30 m hoher Baum mit in freiem Stand weit ausladender Krone und grauem glattrindigem Stamm.
Zweige: Zweige monopodial wachsend, mit zerstreuten Blattnarben. Haupttriebe zick-zack-förmig geknickt, zur Spitze hin immer stärker gewinkelt, Seitentriebe aufstrebend. Zweige matt glänzend, kahl, lichtseits rotbraun, schattenseits olivbraun, später grau. Lenticellen anfangs strichförmig längs, später warzig, kaum heller als die Unterlage. Kräftige Zweige an der Spitze grau-wollig behaart.
Rinde/Triebe: Borke grau, glatt
Laub: Sommergrün; elliptisch-eiförmig, 5—10 cm lang, schwach gezahnt, frischgrün, im Herbst goldgelb bis ockerbraun (BdB). Blätter eielliptisch, 5—10 cm lang, leicht gezähnt, oben frischgrün, unten heller, mit 5—9 Nervenpaaren, Herbstlaub gelb bis hellbraun (KHL).
Blattnarben: Blattnarben klein, seitlich unter den Knospen liegend, halbkreisförmig mit 4 oder mehr undeutlichen Blattspuren. An kurzen Seitentrieben sind vereinzelt noch die trockenen, gestielten, lanzettlichen Nebenblätter des abgefallenen Laubblattes erhalten. Nebenblattnarben nicht sichtbar.
Blütemonat: Mai
Blüte: Blüte im Mai, unscheinbar. Zuckerkonzentration im Nektar k.A., k.A. kg Honig/ha; Nektar=k.A., Pollen=2. Honigtau.
Früchte: Fruchtbecher 2,5 cm lang, mit aufrechten Borsten. Fruchtbecher 4-zipflig, borstig, 4 Nüsse (= Bucheckern) enthaltend.
Boden: Am besten auf lehmigen Böden, gedeiht jedoch auch auf leichteren; Sonne bis Halbschatten.
Verwendung: Stattlicher Baum für Park und Friedhof; schnittvertraglich, daher auch für hohe, dichte Hecken; für freie Landschaft und öffentliches Grün. Hart und industriefest.
Hinweis: HW 2: 42,20.
Vermehrung: Aussaat
Literatur: Eschrich.

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November Symphoricarpos
SCHNEEBEERE; Caprifoliáceae; Duham.; Laub
Wuchs: Niedrige, sommergrüne Sträucher.
Laub: Blätter gegenständig, kurz gestielt, ganzrandig oder an Langtrieben gelappt.
Blüte: Blüten klein, wenig ansehnlich, in end- oder achselständigen, kurzen Ähren oder Trauben- Kelch becherförmig, mit 4—5 Zähnen- Krone alockig oder trichterförmig, Schlund kahl oder behaart, Saum ziemlich regelmäßig 4—3-lappig; Staubblätter so viele wie Kronabschnitte- FruNtknoten 4fächerig; Frucht eine beerenartige Scheinfrucht mit 2 Samen.— 18 Arten in N-Amerika, südlich bis Mexico, eine in W-China. Die Arten sind schwierig zu unterscheiden! Schlüssel zu den wichtigeren Arten:Früchte blauschwarz: S. sinensis; Früchte rot mit weißen Punkten, kleinblättrig: S. x chenaultii; Früchte rot: S. orbiculatus; Früchte weiß oder rosa; 0 Griffel und Staubbeutel hervorvorragend: S. occidentalis; 00 Griffel und Staubbeutel nicht hervorragend; = Wuchs aufrecht: S. albus; = = Wuchs niederliegend: S. hesperius. Anspruchslos an den Boden, selbst in trockenen und steinigen Böden noch gedeihend; die neuen Gartenformen sehr wertvoll als Heckensträucher und auch als Fruchtschmuck. Literatur: JONES, G. N.: A monograph of the genus Symphoricarpos; in Jour. Arnold Arb.21,201—252, 1940.

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Dezember Picea glauca und Helleborus
'Conica'
§ Zuckerhut-Fichte; Pináceae; ; Nadel
Herkunft: Cultivar. 1904 von REHDER und JACK am Lake Laggan in Kanada aufgefunden. Sehr häufig in den Baumschulen anzutreffen.
Wuchs: Zwergform; regelmäßige, dichtgeschlossene Kegel bildend; langsam wachsend, in 10-15 Jahren 100-150 cm hoch, im Alter 200-300 cm hoch (wenn auch selten !). (BdB).
Zwergform, älteste Pflanze in Europa, 1960 etwa 4 m hoch (bei RAYMOND CHENAULT, Orleans, 50 Jahre alt), Wuchs sehr langsam, ganz dicht, schmal und regelmäßig kegelförmig, Zweige sehr fein, biegsam, in den Furchen etwas behaart; Nadeln radial, locker gestellt,10 mm lang, hellgrün im Austrieb, später leicht bläulichgrün (= P.canadensis conica Beissn.; P.glauca albertiana conica Rehd.). Hat oft sehr unter der Roten Spinne zu leiden. ***
Laub: Nadeln: Bläulichgrün; im Austrieb hellgrün; bis 10 mm lang.
Blüte: Ohne Bedeutung.
Boden: Feuchte bis frische, durchlässige Böden, nicht zu trocken; sauer bis alkalisch, Kalk vertragend, gegen Salze (besonders Salzgischt) empfindlich; für innerstädtisches Klima ungeeignet, liebt kühlfeuchte Lagen (bei Hitze und Trockenheit zum Befall mit Roter Spinne neigend).
Verwendung: Gruppengehölz, Einzelstand; Atrium, Hausgärten, Trogbepflanzungen, Heidegärten, große Grabanlagen.
Hinweis: Nässe vertragend, am Wasser und Sumpf. KN Abb.166.

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Nieswurz, Christrose;
Ranunculáceae; L.;
Herkunft: Ost- und Südostalpen, Karpaten.
Wuchs: Buschig, durch flache Rhizome große Horste bildend.
Laub: 7-9-fach geteilt, kahl, glänzend, wintergrün.
Blütemonat: Dezember Januar Februar März
Blütenfarbe: weiß
Blüte: Blüten einzeln oder zu wenigen in Trugdolden, weiß, z. T. gerötet. Blütezeit: XII-III. Zuckerkonzentration im Nektar k.A., k.A. kg Honig/ha; Nektar=2, Pollen=2.
Boden: Bergwaldpflanze kalkhaltiger, humusreicher Mull- oder Moderboden im lichten, warmen Schatten seit Jahren eingewurzelter Gehölze.
Verwendung: Unter Gehölzen, im warmen Schatten von Mauern. Advents- und Weihnachtsbinderei. Besonderheiten: Die Blüten ertragen auch Frosttemperaturen (Grabschmuck).
Hinweis: Hauptgruppe:
1 Waldstauden - auch im Garten - mit enger Beziehung zum Gehölz. Sie beanspruchen oder ertragen Schatten und bevorzugen humusreiche Böden (Mull- oder auch Moderboden).
Spezielle Gruppe:
3 Übenwiegend heimische Waldstauden; gern im Schatten seit Jahren eingewurzelter Gehölze.
Empfehlungen:
4 Für den lichten, warmen Schatten.
Wuchseigenschaften:
0 Keine Angaben
Sorten: H. n. ‘Praecox’, Höhe 25 cm, Blüte weiß X-XII. H. x hybridus, stattliche Blattbüsche Höhe 30 cm, Blüten trüb purpurrot bis weißlich-rosa, III-IV, w; H. n. ssp. macranthus; H. n. ssp. niger.; G; S.


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Alt: (1996)

Dezember

Pflanze des Monats Dezember:
Crataegus azarolus
Azaroldorn, Welsche Mispel; Familie: Rosáceae.
Herkunft: Kreta, in S-Europa eingebürgert, N-Afrika, W-Asien, 1640
Wuchs: Kleiner Baum, Zweige behaart, oft unbewehrt.
Laub: Blätter eirhombisch, keilig, 3 - 7cm lang, tief 3lappig bis 5lappig, zuerst beiderseits behaart, zuletzt oben glänzendgrün, unten graugrün, behaart.
Blüte: Blüten grauweiß, zu wenigen in filzigen Doldenrispen, Mai. (V-VII)
Boden: braucht Winterschutz, mäßig trockene bis feuchte Böden, Warme, geschützte Berglagen bevorzugt.
Verwendung: Vermutlich sind die Beeren ein wertvoller Vitamin-C Lieferant. Wer weiss mehr darüber?
Hinweis: RH 1856: 441, KHL Tafel 152
Vermehrung: Aussaat: kurz vor der Reife einlagern u. rotten, dann einsanden. Aussaat im drauffolgenden Herbst. Keimung im Mai. (KdB S. 406)
; KHL I: 428, Tafel 152; .



Pflanze des Monats November:


Caryopteris x clandonensis Simmonds
(C. incana x C. mongholica)
Bartblumenstrauch; Familie: Verbenáceae
Herkunft: Cultivar.
Wuchs: Etwa 1 m hoher Halbstrauch mit vielen aus der Basis straff aufrecht wachsenden Trieben.
Laub: Sommergrün; eilanzettlich, 5-8 cm lang, grob gesägt, unterseits graugrün. Blüte: Blüte am Jungholz von August bis September; dunkelblau in endständigen, verzweigten Rispen.
Boden: Sonniger, warmer, wind- und frostgeschützter Stand; humusreicher, durchlässiger Boden.
Verwendung: Wertvoller und schöner Spätsommerblüher für große Steingärten, zur Zwischenpflanzung auf Staudenrabatten, für Gartenkübel und Gartenterrassen.
Hinweis: An sich hart; jedoch ist Frostschutz der Basis ratsam; regeneriert sich rasch nach Frühjahrs-Rückschnitt; trockenresistent.
Vermehrung: Stecklinge im Mai/Juni; Blütentriebe entfernen; Steckhölzer mit Bewurzelungshormon in den kalten Kasten im September/Oktober



Pflanze des Monats Oktober:


Cotinus coggygria Scop.
Perückenstrauch, Fisettholz
Familie; Anacardiáceae
Herkunft: Mittelmeerraum bis Mittelchina und NW-Himalaya.
Wuchs: Breiter Strauch, 2-3 (-5) m hoch mit gelbrindigen, sehr markhaltigen Zweigen.
Laub/Blatt: Sommergrün; eiförmig-elliptisch, ganzrandig, gestielt, lebhaft grün, Herbstfarbe orange bis rot.
Blüten klein, unscheinbar, gelblichgrün, Juni-Juli, in fedrigen, lang behaarten, bis 20 cm langen Rispen.
Standort/Boden: Am besten auf warmen, kalkhaltigen Böden in voller Sonne. Einzelstellung auf Rasenflächen, auch zur Begrünung trockener Böschungen. Wenig empfindlich gegen Trockenheit, sehr anspruchslos und hart. Blütenstände Juni-Juli gelblichgrün ja; orange- rot Duft:nein; Fruchtschmuck:ja; Blütenstände; Gift:; Hecke:; Bodendecker:; Pionierpflanze:; Herbstfärbung:ja; orange- rot; Blütenfarbe:gelblichgrün; Verwendungsempfehlung: robuster Deckstrauch, abgeblühte Blütenstände geben den Namen.
Sorte:
Cotinus coggygria ‚Royal Purple‚ Scop. Perückenstrauch Anacardiáceae Cultivar. Etwas schwächer als die Art bei sonst gleichem Habitus. Sommergrün; gleich dem der Art, also eiförmig-elliptisch, ganzrandig, gestielt; von Austrieb bis Herbst tief schwarzrot, leicht blau gestreift. Blüten klein, unscheinbar, tiefrot, Juni-Juli, in fedrigen, lang behaarten, bis 20 cm langen Rispen. Am besten auf warmen, kalkhaltigen Böden in voller Sonne. Vor allem ausgesprochenes Kontrastgehölz zur Einzelstellung aus Rasenflächen oder vereint mit kontrastierenden Blütenfarben wie Goldregen, Kolkwitzie, Ginster-Hybriden u. a. m. Laub Juni-Juli dunkelrot-tiefrot Duft:; Fruchtschmuck:; Gift:; Hecke:; Bodendecker:; Pionierpflanze:; Herbstfärbung:; Blütenfarbe:dunkelrot-tiefrot; Verwendungsempfehlung: wie die Art.




September Angelica archangelica
Engelwurz, Angelika, Brustwarz, Zahnwurzel, Theriakwurz, Waldbrustwurz. Heiligenbitter, Geistwurzel
Familie: Umbelliferae
Engelwurz ist ursprünglich eine hochnordische Pflanze, die etwa im 14 Jahrhundert in Deutschland eingeführt wurde. Inzwischen trifft man sie nicht nur in Gärten, sondern auch wildwachsend, vor allem in den Tälern der Mittel- und Hochgebirge an. Im Mittelalter wurden dieser Pflanze geradezu überirdische Kräfte zugeschrieben: Man glaubte, daß sie sicher vor Pest und den unterschiedlichsten Infektionskrankheiten schützt.
Staude
Herkunft: Engelwurz ist ursprünglich eine hochnordische Pflanze, die etwa im 14 Jahrhundert in Deutschland eingeführt wurde. Inzwischen trifft man sie nicht nur in Gärten, sondern auch wildwachsend, vor allem in den Tälern der Mittel- und Hochgebirge an. Im Mittelalter wurden dieser Pflanze geradezu überirdische Kräfte zugeschrieben: Man glaubte, daß sie sicher vor Pest und den unterschiedlichsten Infektionskrankheiten schützt.
Wuchs: Ausgewachsene Pflanzen können 2m hoch werden. Der verzweigte Wurzelstock reicht tief in den Boden hinab.
Laub: Für die Verwendung als Gewürz- und Heilkraut sind jedoch in erster Linie die Blätter und Wurzeln interessant. An den Blattansätzen fallen die für viele Doldenblütler typischen bauchigen Scheiden auf. Die Blätter selbst sind sehr unterschiedlich gefiedert.
Blüte: Die zahlreichen kleinen weißen Blüten stehen in einer großen Dolde zusammen.
Verwendung: Die als Gewürz besonders interessanten Blätter werden vor der Blüte geschnitten und im Schatten getrocknet. Nur so erhalten sich Farbe und Aroma. Die Blätter und Blattstiele können allerdings auch frisch als Salat sowie gekocht als Gemüse gegessen werden. Von besonderer Bedeutung ist die Wurzel, die im Herbst des ersten Jahres oder im darauffolgenden Frühjahr ausgegraben wird. Nach sorgfältiger Reinigung wird sie der Länge nach gespalten und zum Trocknen aufgehängt. der süßliche Geruch zieht sehr viele Insekten an, wovor man sie mit einem engmaschigen Gewebe schützen sollte. sehr wirksam ist ein Tee, der aus der Engelwurz bereitet werden kann. Dafür werden zwei gehäufte Eßlöffel der Pflanze mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergossen, anschließend erhitzt, 2 Minuten gekocht und noch 2 Minuten ziehen lassen. Man sollte allerdings nicht mehr als 2 Tassen pro Tag trinken. Währen der Schwangerschaft empfiehlt es sich, völlig auf Engelwurz zu verzichten. Die Pflanze wurde früher als Abtreibungsmittel benutzt und führt in entsprechend hohen Konzentrationen zu schweren Nervenschädigungen. Engelwurz wird auch im Zusammenhang mit Alkohol-Entziehungskuren eingesetzt, da sie einen Ekel gegenüber Alkoholgenuß verursacht.
Hinweis: Die Pflanze enthält ein ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe. Hinzu kommen noch Angelika- und Baldriansäure. Der größte Teil dieser Stoffe ist in der Wurzel gespeichert. doch auch Die Blätter enthalten noch so viel davon. daß ihre Verwendung als Gewürz interessant ist. Dies betrifft gerade unsere heutige Zeit, in der viele Menschen durch Stress Magenbeschwerden haben. Engelwurz kann nämlich in der Wirkung die unter Naturschutz stehende Kalmus-Pflanze ersetzen. Sie wirkt anregend auf die Verdauungsorgane sowie schweißtreibend und entwässernd und kann somit auch als Tee bei Erkältungskrankheiten eingesetzt werden.
Vermehrung: Da der Samen innerhalb weniger Monate sehr stark an Keimkraft verliert, sollte nur frisches Saatgut verwendet werden. Es wird bereits im Herbst ausgesät, dem die Pflanze keimt nur nach Frosteinwirkung. Licht ist zum Keimen unbedingt erforderlich, so daß der Samen in eine kleine Rille gelegt werden sollte . Die Erde sollte nährstoffreich und feucht sein, der Standort zumindest zeitweise im Schatten liegen. Staunässe und Austrocknung des Bodens sind zu vermeiden. 2 bis 4 Jahre lang überlebt die Pflanze, man muß also frühzeitig nachsäen.


Pflanze des Monats/Plant of the month

August

Hippophae rhamnoides

Sanddorn


Familie: Eleagnáceae;
Herkunft: Europa, W-Asien, Kaukasus, O-Asien.; Laub
Wuchs: Bis 7 m hoher, sparriger Ausläufer treibender Großstrauch mit dornigen Kurztrieben und grauer Rinde.
Rinde/Triebe: glatt, grau
Laub: Sommergrün; schmal-lanzettlich, 5-7 cm lang, beiderseits silberschülfrig.
Blüte: Getrennt geschlechtlicher Windbestäuber; Blüten März/April, unscheinbar männliche und weibliche Pflanzen!!,
Früchte überreich im Herbst, orangerote Beeren, dicht an dicht, enorm reich an Vitamin C.
Boden: Volle Sonne und noch auf wärmsten Sandböden.
Verwendung: Für große Dünen- und Heidegärten, zur Gewinnung von dekorativen Fruchtzweigen; Pioniergehölz zur
Dünenbefestigung in Meeresnähe; freie Landschaft und an Autobahnen.
Hinweis: Sanddorngelee aus dem Körnerfresseraldi! Lecker!
Vermehrung: Aussaat gleich nach der Ernte
Salzverträglich, trockenheitsresistent hart und industriefest männliche und weibliche Pflanzen setzen.

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